Thomas Geisel allein zu Haus – Rimkus und Groschek lassen den OB im Regen stehen

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Thomas Geisel allein zu Haus – Rimkus und Groschek lassen den OB im Regen stehen

28.07.2015

Sowohl SPD-Chef Andreas Rimkus wie auch Landesverkehrsminister Groschek lassen OB Geisel im Stich. Er sei „relativ zufrieden“ mit Geisel sagte Andreas Rimkus im „Express“. „Eine bemerkenswerte Aussage, bedeutet das doch im üblichen Politikjargon einen deutlichen Rüffel“ kommentiert der Düsseldorfer CDU-Vorsitzende Thomas Jarzombek MdB. Rimkus lege auch den Finger genau in die Wunde mit seinem weiteren Zitat, es gehe jetzt darum „die Dinge umzusetzen“. „Besser hätte es auch die CDU nicht formulieren können“ so Jarzombek.

„Angefangen bei dem Debakel um die Flüchtlingsunterbringung in der Bergischen Kaserne über den Wegzug von e.on, Eurowings & co. bis zum Jahresabschluss der Stadtsparkasse – Geisel entwickelt sich zum Underperformer. Es wird der Eindruck von viel Aktivität entwickelt, doch es folgen keine Ergebnisse“ so Thomas Jarzombek und weiter: „Der Grund dafür liegt auf der Hand. Alleingänge allenthalben. So kommt man in der Demokratie nicht zum Ziel“.

In diesem Zusammenhang bemerkenswert das Schweigen von Verkehrsminister Groschek, der sich im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Oliver Wittke bis heute nie öffentlich für den Flughafen Düsseldorf positioniert hat. „Zwar hat Groschek noch im letzten Jahr Düsseldorf als ‚Luxus-Ghetto‘ bezeichnet, doch viel wahrscheinlicher als eine generelle Apathie gegen unsere Stadt ist, dass Geisel ihn nie im persönlichen Gespräch um Unterstützung gebeten hat. Groschek lässt Geisel im Regen stehen, das ist offensichtlich.“

Gleiches gilt auch für den RRX Halt in Benrath. Hier wird an oberster Stelle genau registriert, dass Geisel und Rimkus das Angebot der CDU nicht angenommen hat, geneinsam an einem Strang zu ziehen. Briefe an die Regierung wie auch Termine beim Staatssekretär wurden allein gemacht – das kommt in Berlin nicht gut an. Und auch hier fehlt eine klare Erklärung von Groschek inklusive einer Zusage über die Kostenbeteiligung des Landes. „Ich fürchte, dass Benrath aufgrund des äußerst ungeschickten Vorgehens am Ende ohne Unterstützung an den entscheidenden Stellen in Bund und Land ein Problem bekommt“ so Thomas Jarzombek, der ebenfalls Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist. „Das wäre ein großer Verlust für unsere Stadt, denn wir brauchen den Regionalhalt unbedingt.“