119. Kreisparteitag diskutiert die Zukunft der Mobilität

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119. Kreisparteitag diskutiert die Zukunft der Mobilität

gut aufgelegt bei toll besuchten Kreisparteitag: Kreisvorsitzender Thomas Jarzombek
13.04.2018

Von Tim Weill

Über 200 Delegierte und Gäste trotzten dem Streik der Rheinbahn am 11. April und durften sich zur Belohnung im Palais Wittgenstein über einen unterhaltsamen Vortrag des gut aufgelegten Gastredners Prof. Günther Schuh von der Universität Aachen freuen. Prof. Schuh berichtete über die urbane Mobilität der Zukunft und darüber, wie das von ihm gegründete Unternehmen e.Go Mobile AG erfolgreich versuche, in einem im Vergleich mit der etablierten Autoindustrie vereinfachten Fertigungsprozess und zu deutlich geringeren Kosten, batteriebetriebene E-Autos herzustellen. „Die Mobilität in den Städten wird sich in den kommenden Jahren massiv verändern und verändern müssen“, ist sich Schuh sicher. Dabei legte er den Ball ins Feld der Politik, die sich um die hierfür notwendige Infrastruktur, wie z.B. gut erreichbare Ladestationen, kümmern müsse.

Diesem Tenor folgte auch die anschließende Diskussionsrunde zu der der Verkehrsexperte der Ratsfraktion und stellv. Fraktionschef, Andreas Hartnigk, und der ehemalige Geschäftsführer der auf Automobildienstleistungen spezialisierten arwe-group und Mitglied der CDU Düsseldorf, Dr. David Gabrysch, hinzustießen. Der Mobilitätswandel könne, so Gabrysch, nur gelingen, wenn man vernünftige Anreize setze, die die Menschen überzeugen, das eigene Auto z.B. bei der Fahrt in die Innenstadt stehen zu lassen. Als solche Anreize schlug er z.B. speziell für Car-Sharing reservierte Parkflächen in prominenter Lage vor. Es bedürfe zudem eines Konzepts, wie man dazu kommen könne, den Verkehr besser auf den gesamten zur Verfügung stehenden Straßenraum zu verteilen. So stünden etwa Bussen, Taxen oder Fahrrädern teils eigene Spuren zur Verfügung, die aber nicht durchgehend befahren würden und die meiste Zeit ungenutzt blieben, während das Auto auf der Nebenspur im Stau stehe. Hier müsse man sich etwas überlegen, waren sich Hartnigk und Gabrysch einig, denn „von OB Geisel und der Ampel im Rathaus kommt da viel zu wenig“.